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Der Wiegenwald - geheimnisvolles Hochmoorgebiet - Weisssee Wiegenwald - der Urwald mitten in Europa am Weisssee
Der Wiegenwald im hinteren Stubachtal in Uttendorf/Weisssee gilt als einer der schönsten und urigsten im Ostalpenraum. Der urwaldartige Baumbestand setzt sich im unteren Bereich vorwiegend aus Fichten, darüber aus Fichten, Lärchen und Zirben zusammen. Vor allem auf der Hochfläche überwiegt jedoch die Zirbe in einer einzigartigen, faszinierenden Formenvielfalt, ein ganz besonderes Kleinod im Nationalpark Hohe Tauern.

Besonders im Herbst wird seine Farbenpracht über ihn ausgegossen. Vom Dunkelgrün der Nadelbäume hebt sich hellleuchtend das Goldgelb der Ahorne und der Birken, das Hochrot der Vogelbeerfrüchte ab. In fahleres Gelb verfärben sich die vom Farnkraut überzogenen Berghänge, höher hinauf breiten die braune Heide und die herbstlichen Gräser ihre Teppiche und verlieren sich allmählich in die grauen Steinrippen und die weißen Schneefelder.
 | Der Herbst ist der Meister der Farbe, die ganze Stufenleiter der Farben hat dieser unübertroffene Künstler auf seiner Palette. Mit zunehmender Höhe geht der Wald mehr und mehr in einen fast reinen Zirbenbestand über. Dieser schöne Baum des Hochgebirges zeigt sich hier in allen Lebensstufen und mannigfaltigsten Gestalten. Nicht umsonst wird dieser begehrte Baum, die Zirbelkiefer als „die Königin des Hochgebirges“ genannt. |
Der Zirbenwald der Wiegen beginnt in einer Höhe von rd. 1.400 – 1.800 m und ist – abgesehen von den Arvenbeständen des Engadins und des Oberhauser Zirbenwaldes der schönste und größte in den Ostalpen und jedenfalls etwas Einzigartiges und Unübertroffenes.
Auf dem muldigen Hochplateau befinden sich 7 kleinere, mehr oder weniger ringförmige Moor Komplexe, die bedeutendste und schönste ist wohl die „Hirschlacke“.
 | Durch die angebotenen Führungen bzw. durch gezielte Weggestaltung ist es wunderbar gelungen, Besucher zu animieren, in diesem ökologisch hochsensiblem Bereich nicht vom Weg abzuweichen und so die Natur zu schützen, ohne sich dabei eingeschränkt zu fühlen.
Der Steig im Herbst nach dem ersten Schneefall. |
Ausgangspunkt: Enzingerboden (1.483 m), gleich neben dem Alpengasthof Enzingerboden. Anfahrt: mit PKW oder Bus durch das wildromantische Stubachtal, entlang der Panoramastraße (17 km) bis zum Enzingerboden. Höhenunterschied: ca. 300 m Gesamtwanderzeit: rd. 3 Std. (gemütlich)
Bericht von Renate Ratzenböck.
Dieses herrliche hochalpine Bergerlebnis ist am schönsten in Form einer geführten Wanderung, denn von wo sonst erfährt man die Geheimnisse des Wiegenwaldes, als von Leuten (Führern) die Begeistung zur Natur in sich tragen.
Jeden Freitag von Ende Juni bis Oktober um 9h 30 am Enzingerboden, (Parkplatz) werden Führungen vom Nationalpark Hohe Tauern angeboten. Mit Gästekarte: Führung frei.
Anmelden kann man sich beim Tourismusverband in Uttendorf. info@uttendorf.at . Tel. 06563/8279. Gerne geben wir Ihnen auch Auskunft alpengasthof@enzingerboden.at
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